Offener Brief

In einem Offenen Brief an den zuständigen Minister der COVID-19-Lockerungsverordnung (Bundesminister Rudolf Anschober) und deren MitarbeiterInnen hat Yoga Austria-BYO auf die seit 21. September 2020 geltenden  unklaren und stark in die Berufsausübung eingreifenden Maßnahmen für den Yogaunterricht hingewiesen und die Relevanz deren Präzisierung für die Existenzsicherung der Yogalehrenden gefordert.

 

YOGA IST VIEL MEHR ALS SPORT

EIN OFFENER BRIEF VON YOGA AUSTIRIA-BYO

dem Berufsverband der Yogalehrenden in Österreich

 

Sehr geehrter Herr Bundesminister Anschober!
Sehr geehrte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz!

Im Rahmen der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wurden Yogakurse  mit Fitness- und Tanzkursen als Gruppentrainings in die Kategorie Sport verbannt, obwohl Yoga als ganzheitlicher Übungs- und Erfahrungsweg mit vielfältigen Körper- und Atemübungen eingebettet im Rahmen der Meditation und unter kompetenter Anleitung langjährig ausgebildeter YogalehrerInnen nicht in diese Kategorie gezwängt werden kann.

Wissenschaftliche Studien belegen zahlreiche positive Effekte der Yoga-Praxis für die Gesundheit, insbesondere für Entspannung und als  präventive Vorsorge für den Bewegungsapparat.

Die Ganzheitlichkeit des Yoga, die Vielfalt seiner Übungsformen, die Vielzahl seiner nachgewiesenen positiven Wirkungen auf die physische und psychische Gesundheit – das alles macht eine Zuordnung schwierig. Anstatt Yoga als einen eigenständigen Weg anzuerkennen, wird er einmal als Sportart, einmal als Entspannungsverfahren ausgelegt. Beides wird dem Yoga nicht gerecht. Die Corona-Krise hat gezeigt, wie negativ sich eine sachwidrige Zuordnung für die Berufsgruppe der Yogalehrenden auswirken kann.

Nach Inkrafttreten der 11. COVID-19-LV Novelle am 21. September 2020 und gemäß der Website des Sportministeriums können „an einer Veranstaltung ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze – dazu zählen auch Trainings – […] indoor 10 Personen, outdoor maximal 100 Personen“ teilnehmen.

Im Yogaunterricht in Gruppen können die Übungsplätze anhand der Mattenmarkierungen/ Abstandsabmessungen zugewiesen werden, damit der gesetzliche Mindestabstand permanent auch während des Übens eingehalten werden kann. Die Matten mit Namensetiketten zu kennzeichnen, wäre eine Ergänzung und Erfüllung der Bedingung „zugewiesene Übungsplätze“. Viele unserer Mitglieder unterrichten in großen Räumen, um den erforderlichen Mindestabstand und einen Corona-konformen Unterricht gewährleisten zu können.

Abgesehen davon, dass sich qualitativ hochwertiger Yogaunterricht nicht in eine Schublade „Sport“ quetschen lässt, erhalten wir in unserem Verbandsbüro vermehrt Anfragen zum Thema „Was ist möglich und erlaubt“, und investieren viel Zeit und Geduld, um konkrete Aussagen und Bestimmungen verlässlich an alle Betroffenen weiter geben zu können.

Am Herzen liegt uns natürlich auch die Existenzsicherung der Yogalehrenden, die mit den erneuten Verschärfungen wieder völlig im Stich gelassen sind, und überlegen, ihr Kursangebot in kleinere Gruppen aufzuteilen, mit Zoom die nächste Krise auszusitzen und nicht aufzugeben.

Unter Berücksichtigung der Existenzsicherung aller Yogalehrenden, die jetzt wieder in das Herbstsemester starten wollten, finden wir es relevant, die Maßnahmen zu präzisieren und die Teilnahme am Yogaunterricht den Veranstaltungen mit zugewiesenen und gekennzeichneten Übungsplätzen zuzuordnen.

Herzlichen Dank für die Berücksichtigung!

Mit freundlichen Grüßen

Mag. Eva Panny im Namen des Vorstands von Yoga Austria-BYO

Offener Brief

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